Die Albanische Riviera mit dem Auto von Saranda nach Norden

Unser Apartment in Saranda ist ein toller Ausgangspunkt für Ausflüge. Und der allerschönste Ausflug führt nach Norden auf der Küstenstraße SH8 — der, die sich hoch über dem Ionischen Meer von einem Steindorf zum nächsten schlängelt, bis hin zum berühmten Llogara-Pass.
Man schafft das an einem langen Tag, aber wenn ihr mögt, könnt ihr ruhig irgendwo oben übernachten und am nächsten Tag zurückkommen. Ein Mietwagen ist hier eindeutig die beste Wahl — Busse fahren zwar, aber zum Anhalten an den Aussichtspunkten und zum Verstecken an einem stillen Strand ist ein Auto einfach unersetzlich.
Was euch für eine Straße erwartet
Die SH8 ist durchgehend asphaltiert und in gutem Zustand, aber es ist eine schmale, zweispurige Straße voller Kurven, Steigungen und Abgründe. Von Saranda bis Himara sind es rund anderthalb Stunden reine Fahrzeit, aber realistisch solltet ihr mit deutlich mehr rechnen — ihr werdet ständig anhalten und fotografieren.
Borsh — der längste Strand Albaniens
Etwa eine Stunde nördlich von Saranda liegt Borsh mit rund sieben Kilometern Kieselstrand — dem längsten des ganzen Landes. Es ist eine ruhigere, weniger herausgeputzte Alternative zu Ksamil, ideal für einen ersten Halt, einen Kaffee und ein kurzes Fußbad.
Porto Palermo und das alte Qeparo
Ein Stück weiter steht auf einer schmalen Landzunge die osmanische Festung Porto Palermo, die Ali Pascha errichten ließ — das Wasser ringsum ist klar und zum Schnorcheln herrlich. Über dem modernen Qeparo duckt sich am Hang das alte Steindorf mit halb verfallenen Häusern und engen Gassen; es ist ein bisschen unheimlich und wunderschön zum Spazierengehen.
Himara und die Dörfer über dem Meer
Himara ist der größte Halt auf der Strecke — es hat schöne Strände und eine Altstadt auf dem Hügel rund um die Burg, wo man parken, spazieren und essen kann. Drumherum reihen sich weitere Dörfer wie Vuno, in denen die traditionelle Steinarchitektur erhalten geblieben ist.
Dhërmi, Drymades und der Höhepunkt der Strecke
Dhërmi und das benachbarte Drymades gehören zu den schönsten Stränden der Riviera — weiße Kiesel, Olivenbäume, Strandbars und stille Ecken abseits der Menge. Hier kann man direkt am Meer gegrillten Fisch und hausgemachten Wein genießen, bevor es in die Berge geht.
Der Llogara-Pass — der krönende Abschluss
Über Dhërmi beginnt der Llogara-Pass, eine gewundene Bergstraße, die auf 1 027 Meter hinaufsteigt, mit Dutzenden Serpentinen. Oben gibt es einen Aussichtspunkt, ein Restaurant und die berühmten „Flaggen-Kiefern“, vom Wind gebogen. Der Blick auf die gesamte Küste von hier oben ist der Grund, warum die Leute diese Strecke fahren.
Häufige Fragen
Schafft man den Ausflug an einem Tag?
Ja. Von Saranda bis zum Llogara-Pass und zurück schafft ihr an einem langen Tag, wenn ihr morgens losfahrt. Wer mehr Ruhe und Baden möchte, übernachtet am besten etwa in Dhërmi oder Himara und fährt am nächsten Tag zurück.
Brauche ich dafür einen Mietwagen?
Wir empfehlen ihn. Busse fahren entlang der Küste, aber mit dem Auto könnt ihr an den Aussichtspunkten anhalten, zu stillen Stränden wie Borsh oder Drymades hinunterfahren und im eigenen Tempo unterwegs sein. Die Straße ist kurvig, rechnet also mit langsamerer Fahrt.
Wie lange dauert die Fahrt von Saranda nach Dhërmi?
Etwa anderthalb bis zwei Stunden reine Fahrzeit, je nach Verkehr und Zahl der Stopps. In der Saison ist es auf der Straße und in Himara meist voller, plant also etwas Puffer ein.

