Kloster der 40 Heiligen über Saranda

Die meisten kommen wegen des Meeres nach Saranda und ahnen nicht, dass sich der Name der Stadt auf dem Hügel darüber verbirgt. Das Kloster der 40 Heiligen (Manastiri i Dyzet Shenjtorëve) ist ein frühchristliches Denkmal, nach dem Saranda benannt ist — griechisch Agioi Saranta, also „Vierzig Heilige“.
Es ist ein ruhiger, etwas unscheinbarer Halt. Keine Menschenmassen, kein großer Eingangsrummel — nur steinerne Ruinen, der Blick über die ganze Bucht und ein Stück Geschichte, das älter ist als das meiste, was man in Albanien sonst zu sehen bekommt. Von unserem Apartment aus ist es ein schöner Spaziergang oder eine kurze Taxifahrt, und es lässt sich wunderbar mit einem normalen Tag am Meer verbinden.
Woher Saranda seinen Namen hat
Das Kloster war den Vierzig Märtyrern von Sebaste geweiht, griechisch Agioi Saranta — „Vierzig Heilige“. Dieser Name ging mit der Zeit vom Kloster auf die Stadt darunter über, und aus dem ursprünglichen antiken Hafen wurde so das heutige Saranda. Wenn Sie zwischen den Ruinen stehen, blicken Sie eigentlich auf die Geburtsurkunde der ganzen Stadt.
Kurz zur Geschichte
Die Anlage entstand im 6. Jahrhundert unter dem byzantinischen Kaiser Justinian und war fast tausend Jahre lang ein bedeutender Wallfahrtsort in diesem Teil der Küste. Nach Jahrhunderten des Verfalls und der Reparaturen kam im Zweiten Weltkrieg schwere Beschädigung, und in der kommunistischen Ära wurde der Hügel in einen Militärposten umgewandelt — deshalb sind nur Ruinen erhalten.
Was Sie hier sehen
Von der einstigen Basilika sind Außenmauern, Apsiden und gewölbte Räume geblieben; im westlichen Teil befindet sich eine Krypta und darunter eine Reihe kleiner unterirdischer Kapellen. Stellenweise sind Reste von Malereien erhalten. Es ist keine polierte Attraktion — es ist ein rauer, aber gerade deshalb authentischer Ort, an dem man die Geschichte buchstäblich mit den Händen greifen kann.
Ein Ausblick, der sich lohnt
Die größte Belohnung ist das Panorama. Vom Hügel sehen Sie ganz Saranda unter sich, am Horizont die griechische Insel Korfu und nach Süden die Küste, die sich bis Ksamil zieht. Für Fotos der Stadt ist das Vormittagslicht am besten, wenn die Sonne auf die Dächer von Saranda scheint.
Wie man hinkommt
Das Kloster steht auf einem Hügel östlich oberhalb der Stadt, etwa 2–4 km vom Zentrum entfernt. Zu Fuß sind es bergauf rund 45 Minuten zügigen Gehens; bequemer ist eine kurze Taxifahrt (orientierungshalber etwa 300–500 Lek) und die letzten paar hundert Meter zu Fuß. Nehmen Sie Wasser und festere Schuhe mit.
Unser Tipp als Basis
Von unserem Apartment aus brechen Sie gleich nach dem Frühstück bequem auf: Der Strand ist direkt hinter dem Haus, sodass Sie den Morgen am Meer mit einem Vormittag hinauf zum Kloster verbinden können, bevor die Hitze zunimmt. Es ist so eine unscheinbare halbe Stunde extra, an die man sich dann mehr erinnert als an den Hauptstrand.
Häufige Fragen
Kostet der Eintritt ins Kloster etwas?
In der Saison wird meist ein symbolischer Eintritt erhoben (orientierungshalber etwa 200 Lek), ungefähr während der Tagesstunden. Außerhalb der Öffnungszeiten, vor allem früh am Morgen, ist die Anlage oft frei zugänglich. Beträge und Zeiten ändern sich, nehmen Sie sie daher nur als Anhaltspunkt.
Kann man vom Zentrum aus zu Fuß zum Kloster gehen?
Ja. Von der Stadt sind es bergauf etwa 45 Minuten zügigen Gehens entlang der Straße. Der Weg ist ziemlich steil, deshalb lohnt es sich im Sommer, vormittags zu gehen, Wasser mitzunehmen und loszuziehen, solange es noch nicht am heißesten ist.
Lohnt es sich mit Kindern oder für einen kurzen Stopp?
Ja, ohne Weiteres. Die Besichtigung der Ruinen und des Ausblicks selbst dauert eine halbe bis ganze Stunde, sodass sie sich leicht an einen normalen Tag am Meer anhängen lässt — als ruhigerer, weniger touristischer Halt.

