Ein Tagesausflug nach Korfu von Saranda

Eines der Dinge, die wir an der Lage unserer Wohnung am meisten mögen: Griechenland liegt buchstäblich in Sichtweite. Während eines Aufenthalts bei uns schaffen Sie einen ganzen Tag in einem anderen Land und sind abends wieder an Ihrem albanischen Strand.
Korfu (griechisch Kerkyra) ist grün, duftend und ganz anders als die albanische Seite der Küste. In diesem Artikel geht es darum, was Sie auf der Insel sehen und wie Sie sich den Tag einteilen — Schiffe, Fahrpläne und Tickets haben wir separat aufgeschrieben.
Wie Sie hinkommen (und wo wir das ausführlich beschreiben)
Vom Hafen in Saranda, der nur ein Stück von uns entfernt liegt, fährt ein schneller Katamaran in etwa einer halben Stunde nach Korfu. In der Saison fahren die Schiffe mehrmals täglich, eine Abfahrt am Morgen und die Rückkehr am Abend gehen also bequem. Vollständige Fahrpläne, Ticketpreise, Buchung und den Ablauf der Passkontrolle behandeln wir in einem eigenen Artikel über die Fähre Korfu–Saranda — hier geht es um die Insel selbst.
Vor der Überfahrt: Dokumente, Euro und Zeitverschiebung
Es ist eine internationale Reise zwischen Albanien und Griechenland, Sie passieren also auf beiden Seiten die Passkontrolle. EU-Bürger kommen meist mit einem gültigen Personalausweis aus, aber der Reisepass ist die sichere Variante — manche Betreiber verlangen ihn und die Regeln ändern sich, prüfen Sie das also vor der Reise beim Anbieter. Wer Schengen-Tage zählt: Ein Tag auf Korfu zählt zum 90/180-Limit. Griechenland ist eine Stunde voraus, stellen Sie die Uhr also nach dem Aussteigen um, und bezahlt wird dort mit Euro (in Saranda mit Lek).
Korfu-Altstadt: venezianische Gassen
Der historische Kern von Korfu gehört zum UNESCO-Welterbe und ist der Hauptgrund, für einen Tag herüberzukommen. Die Insel wurde nie von den Osmanen eingenommen; stattdessen haben Venezianer, Franzosen und Briten ihre Spuren hinterlassen — und das merkt man. Hohe venezianische Häuser, Wäsche zwischen den Fenstern und ein Gewirr enger Gassen (örtlich Kantounia) wirken eher italienisch als griechisch. Am besten kommen Sie ohne Plan und lassen sich eine Weile treiben.
Liston, Spianada und der heilige Spyridon
Die Arkaden des Liston entstanden unter französischer Verwaltung nach dem Vorbild der Pariser Rue de Rivoli, heute reiht sich darunter ein Café ans andere — einen Kaffee dort zu trinken gehört dazu, auch wenn Sie Touristenpreise zahlen. Gegenüber erstreckt sich die Spianada, einer der größten Plätze Griechenlands, auf dem am Wochenende noch Cricket gespielt wird, ein britisches Erbe. Etwas weiter steht die Kirche des heiligen Spyridon, des Schutzpatrons der Insel, mit einem auffälligen roten Glockenturm, den Sie von fast überall sehen.
Zwei Festungen und der Blick aufs Meer
Über der Stadt erhebt sich die Alte Festung (Palaio Frourio) auf einem Felsvorsprung, auf der anderen Seite liegt die Neue Festung (Neo Frourio) — beide venezianisch und beide mit einer Aussicht, für die sich der Aufstieg lohnt. Von der Alten Festung blicken Sie bei gutem Wetter zurück zur albanischen Küste und sehen den Küstenstreifen, von dem Sie morgens abgelegt haben.
Wenn Zeit bleibt: kurz vor die Stadt
Für einen Tag ist Korfu-Stadt genau richtig, wer aber zügig unterwegs ist, kann einen Abstecher anhängen. Am nächsten liegt Kanoni mit Blick auf die Mäuseinsel (Pontikonisi) und das Kloster Vlacherna, südlich der Stadt steht der Achilleion-Palast, erbaut für Kaiserin Elisabeth (Sisi), und an der Westküste liegt Paleokastritsa mit seinen Buchten. Rechnen Sie aber damit, dass Sie an einem Tag entweder die Stadt in Ruhe schaffen oder die Stadt im Eiltempo plus einen Stopp — Verbindungen und Zeiten prüfen Sie am besten vor Ort.
Wie wir den Tag verbringen würden
Am einfachsten nehmen Sie ein Schiff am Morgen, gehen vormittags durch die Altstadt und eine der Festungen, essen irgendwo am Liston zu Mittag und lassen den Nachmittag den Gassen. Die Abendfähre bringt Sie gerade rechtzeitig zum Abendessen in unserer Straße nach Saranda zurück. Kaufen Sie das Ticket im Sommer ein bis zwei Tage im Voraus — die Morgenverbindungen sind schnell ausverkauft.
Häufige Fragen
Was schafft man auf Korfu an einem Tag?
Bequem die Altstadt: die Gassen, Liston und Spianada, die Kirche des heiligen Spyridon und eine der Festungen. Wer zügiger unterwegs ist, hängt einen Stopp außerhalb an, etwa Kanoni mit der Mäuseinsel. Die ganze Insel an einem Tag sollten Sie nicht erwarten, sie ist größer, als sie aussieht.
Brauche ich für Korfu einen Reisepass oder reicht der Personalausweis?
EU-Bürger kommen meist mit einem gültigen Personalausweis aus, aber der Reisepass ist die sichere Variante — manche Betreiber verlangen ihn und die Regeln ändern sich. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen vor der Reise beim Anbieter. Die Passkontrolle passieren Sie auf albanischer wie auf griechischer Seite.
Was macht die Altstadt von Korfu besonders?
Sie gehört zum UNESCO-Welterbe und wurde anders als der Großteil Griechenlands von Venezianern, Franzosen und Briten geprägt, nicht von den Osmanen. Das Ergebnis sind hohe Häuser, enge Gassen und eine Atmosphäre, die eher italienisch wirkt. Deshalb lohnt die Überfahrt, auch wenn Sie zu Hause Strand genug haben.
Schaffe ich Korfu als Tagesausflug von der Wohnung aus?
Ohne Weiteres. In der Saison fahren die Schiffe mehrmals täglich, Sie fahren also morgens los und sind abends zurück. Vom Apartment ist es nur ein Stück zum Hafen. Details zu den Fahrplänen finden Sie in unserem Artikel über die Fähre.
