Ksamil oder Saranda: Wo übernachten?

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Ksamil oder Saranda: Wo übernachten?

Ksamil oder Saranda? Diese Frage stellt sich fast jeder, der einen Urlaub in Südalbanien plant – und ehrlich gesagt können beide Antworten richtig sein. Ksamil hat die bekanntesten Strände des Landes, Saranda ist eine richtige Stadt, in der auch abends und außerhalb der Saison etwas los ist.

Wir vermieten ein Apartment in Saranda, ganz unparteiisch sind wir also nicht. Trotzdem versuchen wir einen fairen Vergleich – inklusive der Frage, wem wir selbst eine Unterkunft in Ksamil empfehlen würden.

Was für Ksamil spricht: die Strände

Beginnen wir ehrlicherweise damit, wo Ksamil gewinnt. Es ist ein kleines Dorf etwa 12–15 km südlich von Saranda, und dazu gehören die bekanntesten Strände ganz Albaniens: türkisfarbenes, flaches und ruhiges Meer, feine Kiesel und vier kleine Inseln direkt vor der Küste, die Sie schwimmend oder mit dem Kajak erreichen. Wenn Sie sich Ihren Urlaub vor allem als Tage im schönsten Wasser der Gegend vorstellen, ist Ksamil ein Argument, das sich nicht übersehen lässt.

Der Haken: Ksamil ist ein Saisondorf

Ksamil ist aber keine Stadt – es ist ein Dorf, das vor allem im Sommer lebt. Im Juli und August wird es richtig voll: Die Liegen stehen dicht an dicht, und an den bekanntesten Stränden ist wenig Platz. Abends ist die Auswahl an Restaurants und Lokalen kleiner als in der Stadt, und außerhalb der Hauptsaison wird das Dorf deutlich stiller. Wer eine Promenade, Geschäfte und Leben nach Einbruch der Dunkelheit erwartet, ist nach ein paar Tagen vielleicht überrascht, wie wenig hier los ist.

Was für Saranda spricht: eine Stadt, die lebt

Saranda ist eine echte Stadt. Entlang der Bucht zieht sich eine palmengesäumte Promenade mit Cafés und Restaurants, die abends mit Einheimischen beim Spaziergang (dem sogenannten Xhiro) zum Leben erwacht. Restaurants haben hier das ganze Jahr geöffnet, Geschäfte und Geldautomaten sind in Reichweite, und der Stadtstrand liegt nur wenige Schritte von der Promenade entfernt. Es ist kein polierter Ferienort – es ist eine lebendige Hafenstadt mit allem, was dazugehört, abendlicher Trubel inklusive.

Als Basis für Ausflüge liegt Saranda klar vorn

Von Saranda fahren in der Saison etwa alle 30 bis 60 Minuten Busse und Furgons Richtung Ksamil und Butrint, vom Hafen setzt die Fähre nach Korfu über, und von der Promenade starten Bootsausflüge in Buchten, zu denen keine Straße führt. Zur Quelle Syri i Kaltër, dem „Blauen Auge“, sind es rund 30 Minuten mit dem Auto. Von Ksamil aus liegt nur Butrint näher – es liegt ein Stück weiter an derselben Straße. Für die Fähre, die Boote und die meisten anderen Ausflüge geht es ohnehin zurück über Saranda.

Wem wir Ksamil als Unterkunft ehrlich empfehlen würden

Ganz ehrlich: Ksamil ergibt als Basis Sinn, wenn der Strand der einzige und wichtigste Programmpunkt Ihres Urlaubs ist. Am besten im Juni oder September, wenn es ruhiger ist und das Meer noch warm – Sie wohnen nah am Wasser, sind morgens als Erste am Strand, und der abendliche Stadttrubel wird Ihnen nicht fehlen. Wenn das auf Sie zutrifft, fahren Sie nach Ksamil, Sie werden es nicht bereuen. Für den ersten Besuch in Südalbanien, einen längeren Aufenthalt oder die Kombination aus Strand und Ausflügen würden wir aber die Stadt wählen.

Unsere Lösung: in Saranda wohnen, Ksamil besuchen

Unser Apartment steht in einem lebendigen, lokalen Viertel von Saranda: Der Strand liegt etwa zwei Gehminuten hinter dem Haus, ein Kiosk direkt darunter, Restaurants gleich nebenan. Der Balkon hat keinen Meerblick – das geben wir zu –, aber als Basis funktioniert es wunderbar: morgens ein Bad hinter dem Haus, tagsüber ein Ausflug, abends die Promenade. Und Ksamil? Mit dem Auto oder einer kurzen Taxifahrt sind Sie in etwa 15–20 Minuten dort. Auf das türkisfarbene Wasser müssen Sie also nicht verzichten – Sie kehren abends nur in eine Stadt zurück, in der noch etwas los ist.

Häufige Fragen

Übernachtet man besser in Ksamil oder in Saranda?

Für die meisten Besucher in Saranda: Es ist eine Stadt mit Restaurants, Verkehrsanbindung und Leben auch am Abend, und Ksamil lässt sich bequem als Tagesausflug erleben. Ksamil ergibt Sinn, wenn Sie nur den Strand wollen – am besten außerhalb der vollsten Wochen.

Wie weit ist Ksamil von Saranda entfernt?

Etwa 12–15 km südlich entlang der Küstenstraße. Mit dem Auto oder Taxi sind Sie in rund 15–20 Minuten dort, mit dem lokalen Bus in 20–30 Minuten – in der Saison fährt er etwa alle 30 bis 60 Minuten, der Fahrpreis liegt bei rund 150 Lek und wird bar bezahlt.

Kann man von Ksamil aus genauso gut Ausflüge machen wie von Saranda?

Nur Butrint liegt näher, ein Stück weiter an derselben Straße. Die Fähre nach Korfu, die Bootsausflüge in die Buchten und die meisten Verbindungen starten aber in Saranda – von Ksamil aus reisen Sie also fast immer über die Stadt.

Wann ergibt eine Unterkunft in Ksamil am meisten Sinn?

Im Juni oder September, wenn es ruhiger ist und das Meer noch warm. Im Juli und August wird Ksamil sehr voll, die Liegen stehen dicht an dicht – dann wohnt es sich unserer Meinung nach angenehmer in der Stadt, und an die Strände fährt man früh am Morgen.